Krankheitsvorbeugung
bei Guppys!
von
Willi Kosa
Bereits
im GUPP REPORT Ausgabe 2/2006 habe ich einen Artikel über
„Krankheitsvorbeugung bei Guppys“ geschrieben. Die Ausgabe war sehr schnell
vergriffen. Da dieser Artikel sehr viel Interesse bei den Guppyzüchtern fand,
werde ich jetzt noch einmal, -etwas ausführlicher und teilweise in verbesserter
Form auf diese Thema eingehen. Bei der Eingewöhnung von neuen Fischen stehen
viele, insbesondere Anfänger in der Guppyzucht vor scheinbar unlösbaren
Problemen! Das muss nicht sein, wenn man einige, wichtige Grundregeln beachtet.
Es wird in dieser Richtung viel Unsinn geschrieben! Ich will hier einmal ein
paar Grundgedanken aufzeigen und auch einige Lösungen anbieten, ohne zu
behaupten, dass dies der Weisheit letzter Schluss ist und es nicht noch bessere
Methoden gibt!
Zunächst
einige Voranmerkungen:
Von
Natur aus ist der Guppy sehr anpassungsfähig. Er kommt in der Natur in
verschiedenen Gewässern vor, mit vielen unterschiedlichen Wasserverhältnissen.
Möglich ist das, weil sich in der Natur die Guppyweibchen immer die Männchen
aussuchen, mit den buntesten und fremdesten Farben. Daher ein Männchen mit dem
es möglichst wenig verwandt ist, um eine möglich große genetische Vielfalt,
nicht nur in Bezug auf Farben sondern auch auf Anpassungsfähigkeit der
Nachkommen zu erhalten! Durch die möglichst große genetische Vielfalt den
Nachkommen, schafft die Natur die Voraussetzung, dass immer einige dabei sind
die mit den jeweils anderen oder neuen Lebensverhältnissen auch zu Recht
kommen! Die Chancen für das weitervererben der eigenen Gene bzw. das überleben
der Art werden also auf diese Weise stark erhöht. Das ist im Sinne der Natur!
Wir
Guppyzüchter sind aber bestrebt einen eigenen Guppystamm zu züchten, der möglichst
viele Nachkommen hervor bringt, die das gleiche Erscheinungsbild zeigen. Dadurch
sind wir gezwungen Inzucht zu betreiben und auf einen bestimmten Phänotyp zu
selektieren. Wir schaffen also einen Guppy der nicht nur im Phänotyp sondern
damit auch einhergehend, auch im Genotyp gleich ist. Da wir immer die am besten
entwickelten und gesündesten Guppys zur Zucht Verwenden, schaffen wir im laufe
einiger Generationen immer mehr einen Stamm, der mit den bei uns vorherrschenden
Wasserwerten usw. am besten zu Recht kommt Wir schaffen eine so genannte topisch
angepasste (örtlich angepasste) Rasse. Bringen wir nun einen solchen, an
gewisse Umwelteinflüsse bzw. gewisses Habitat angepassten Stamm in völlig
andere Wasserverhältnisse, mit völlig anderen Bakterienstämmen, - diese
brauchen noch nicht einmal Krankheitserreger zu sein, so kommt er damit evtl.
erst mal nur schwer, unter Umständen sogar überhaupt nicht zu Recht.
Ein
Guppystamm kann sich (- wenn wir ihm die Chance geben?), da wir als „Züchter“
ja immer die Fische zur Zucht auswählen die sich am besten entwickeln,
innerhalb von ein paar Generationen an die neuen Verhältnisse anpassen. Würden
wir Kümmerlinge und Krankheitsanfällige zur Zucht verwenden, würde diese
Anpassung natürlich nicht stattfinden. Kreuzungsprodukte und nicht so stark
durchgezüchtete Stämme, haben es da natürlich leichter als stark/gut durchgezüchtete
Stämme, da sie ja eine größere genetische Bandbreite besitzen. Das ist auch
der Grund, warum viele einen Hochzuchtguppy als Krankheitsanfällig bezeichnen.
Ein durchgezüchteter Stamm, von einem Züchter, der sich schon lange mit diesem
Stamm beschäftigt hat es sicherlich schwerer. Da er eben diese genetische
Variationsbreite nicht mehr besitzt. Obwohl er bei seinem eigenen Züchter
gesund ist, kränkelt er unter anderen Umwelteinflüssen! Die Aussage: „der
Stamm von Züchter X ist krankheitsanfällig“, ist also eigentlich
falsch! Sondern man müsste sagen:“
dieser Stamm ist an die Umwelteinflüsse, die bei mir herrschen, noch nicht
angepasst und kränkelt dadurch!“
An
diesem Problem, ändert auch ein so genanntes Quarantänebecken nichts. Überhaupt
ist ein Quarantänebecken im eigentlichen Sinn bei Hochzüchtern Quatsch. Fremde
Guppys kommen sowieso nur bei einem Einkreuzen in den eigenen Stamm, mit fremden
bzw. anderen Fischen zusammen. Jedes Becken eines Guppyzüchters ist also ein
Quarantänebecken für sich. Auf das Problem des Eingewöhnens will ich nun
etwas ausführlicher eingehen. Zunächst müssen wir die Becken desinfizieren.
Wir stellen also Aquarien bereit, die keine krankmachenden Bakterien und Vieren
beherbergen, damit die Fische, die sowieso schon mit der Wasserumstellung und
fremden Bakterien zu kämpfen haben nicht auch noch dadurch belastet werden. Die
nützlichen Bakterien aber, besonders die Bakterien für den Nitritabbau müssen
wir jedoch anschließend wieder „animpfen“ um wieder ein biologischer
Gleichgewicht in den Becken herzustellen. Doch dazu später mehr.
Methode 1:
Die Becken werden 14 Tage nicht mit Fischen insbesondere mit Guppys besetzt. Das
ist die einfachste Art der Vorbereitung und in normalen Fällen ist sie oft
schon ausreichend. Durch das leere Becken fehlt den Krankheitserregern der Wirt
und viele sterben ab. Bei mit wird diese Methode angewendet wenn ich Fisch
innerhalb der eigenen Zucht von einem Becken in ein anders verbringen muss und
meist funktioniert das auch. Vor allem wenn vorher in diesen Becken auch nur
gesunde Fische waren.
Methode 2:
Das Becken, -natürlich ohne Guppys und ohne Pflanzen wird stark aufgesalzen.
Etwa auf das drei- bis vierfache von Meerwasser( min. 90 Gramm Salz pro Liter!)
Durch die desinfizierende Wirkung des Salzes sterben die meisten
Krankheitserreger ab. Die Salzlösung verbleibt ca. 3 Tage im Becken bei
laufendem, vorher gereinigtem Filter. Nach drei Tagen Wasserwechsel und diesen
noch ein- bis zweimal innerhalb der nächsten Tage durchführen. Nach ca. 1
Woche kann das Becken wieder mit vorher desinfizierten Pflanzen und Fischen
besetzt werden.
Methode 3:
(Kann auch mit Methode 2 kombiniert werden, wenn die Pflanzen heraus genommen
werden!) Die Fische werden aus dem Becken genommen, der Filterinhalt mechanisch
gereinigt und dann wird in das Wasser Kaliumpermanganat gegeben und zwar soviel,
dass eine tiefviolette Färbung entsteht. Die Pflanzen können im Becken
bleiben. Nach drei Tagen erfolgt ebenfalls ein mehrmaliger Wasserwechsel und
nach einer Woche kann das weitgehend saubere Becken wieder besetzt werden. Diese
Methode eignet sich auch gut zum desinfizieren von Pflanzen (ohne Salz!) und
wird dann in einem Eimer durchgeführt! Der Nachteil bei dieser Methode ist,
dass das Kaliumpermanganat mit der Zeit das Silikon, mit dem die Becken
zusammengeklebt sind angreift! Dadurch wird die Lebensdauer unserer Aquarien
doch sehr herabgesetzt und deshalb kann ich diese Methode eigentlich nur im
Notfall insbesondere für Silikon geklebte Becken empfehlen.
Methode 4:
In das Becken, natürlich nicht mit Fischen besetzt und ebenfalls mechanisch
gereinigtem Filter wird pro 1Liter Wasser 1 ml 5%ige Chlorbleiche gegeben. Diese
verbleibt 3 Tage im Becken. Robuste Pflanzen können im Becken bleiben, danach
ebenfalls ein mehrfacher Wasserwechsel und nach ca. 1 Woche kann das Becken
wieder mit Fische besetzt werden. Nach dieser Methode verbleibt das
Filtermaterial nicht im Filter, sondern kommt vorher gereinigt, extra in eine
starke Salzlösung mit Belüftung, angeblich werden dadurch die meisten
nitrifizierenden ( nitritabbauenden) Bakterien erhalten. Vorsicht bei dieser
Methode, den Raum, in dem das Aquarium steht stark belüften, da die
austretenden Chlorgase giftig sind!
Methode 5: Desinfektion
mit Wofasteril E 400 (Vorsicht: stark ätzend, auch hier die Räume in denen
behandelt wird gut belüften, Dämpfe gesundheitsschädlich, Apothekenpflichtig)
Mit diesem Mittel arbeiten Jens Bergner und Michael Lehmann bereits seit längerer
Zeit und sie haben eigentlich nur positive Erfahrungen gemacht. Es handelt sich
um ein Desinfektionsmittel hauptsächlich auf Peressiegsäurebasis. In der
Lebensmittelindustrie wird es zur Desinfektion von
Lebensmittelproduktionsanlagen eingesetzt und hat den Vorteil, dass es sich in
Verbindung mit Wasser innerhalb 8 Stunden völlig rückstandsfrei in Wasser und
Sauerstoff zersetzt. Es muss nach jeder Behandlung mindestens ein Zwischenraum
von 8 Stunden eingehalten werden, bevor die Behandlung wenn nötig noch einmal
erfolgt.
Bei
der geringen Konzentration angewandt, -3 Tropfen auf 100 Liter können die
Fische und Pflanzen in den Becken bleiben. Anwendung mittels Stammlösung: 3
Tropfen in 10 ml Wasser geben und durchmischen. 1 ml von dieser Lösung reicht
dann für 10 Liter. Es wird hauptsächlich das Wasser desinfiziert. Die
Filterbakterien werden erst bei mehrmaliger Anwendung(Behandlung über mehr als
2 Tage) angegriffen bzw. abgetötet. Das konnte ich durch Messungen verstellen.
Das Mittel hat sich bei mir auch sehr gut bewährt wenn man Fische aus
verschiedenen Becken neu zusammenbringt oder wenn man den Verdacht hat, dass
evtl. eine bakteriell verursachte Krankheit ausbricht. Vermutlich weil es die
Keimzahl im Wasser sehr herabsetzt.
Methode 6: Desinfektion
mit „Cloriklar“ Tabletten. Dabei handelt es sich um handelsübliche
(Apothekenpflichtig -Hinweise des Apothekers beachten!) Chlortabletten wie sie
zur Desinfektion von Schwimmbädern benützt werden. Eine Tablette reicht zur
wirksamen Desinfektion von 3 Kubikmeter Wasser.
Es vernichtet zuverlässig alle Bakterien, Pilze und Vieren. Chloriklar löst
sich rückstandsfrei auf und führt nicht zu Ablagerungen. Die Tabletten sind
sehr groß und werden von mir mit einer Zange entsprechend kleiner gemacht.
Fische und Pflanzen werden vorher entfernt. Danach gebe ich ein kleines Stück
der Chloriklar Tablette ins Becken, die löst sich sogleich auf und lasse sie 24
Stunden einwinken. Vorsicht: Den Raum gut
lüften, da dabei giftige Gase entstehen ( Schwimmbadgeruch! Es wird alles Leben im Becken vernichtet! Auch Algen Schnecken usw.
Nach einem Tag Einwinkungszeit reinige ich den Filter, das Filtermaterial und
den Kies, spüle das Becken ein bis zweimal durch und habe dann ein völlig
Keimfreies Becken wie neu. Daher: es muss völlig neu eingefahren werden! (Siehe
nächstes Kapitel) Diese Desinfektionsmethode ist sehr preisgünstig und äußerst
wirkungsvoll. Deshalb wird sie von mir hauptsächlich angewendet.
Methode 7: Nach
dieser Methode arbeitet Rolf Landvogt/Zierfischgroßhändler sehr erfolgreich.
Das Wasser im Becken ohne Insassen (keine Fische, keine Pflanzen) wird mit 2
Esslöffel Chloramin-T (Apothekenpflichtig!) pro 10 Liter Wasser angereichert.
Es entstehen angeblich keine giftigen Gase. Die Lösung bleibt einen Tag im
Becken. Danach Wasserwechsel und neues Filtermaterial. Rolf hat stets
eingefahrenes, aber noch nicht mit Fischen in Kontakt gekommenes Filtermaterial
zur Verfügung. Das ist wichtig, da bei allen Desinfektionsmethoden auch die nützlichen,
nitrifizierenden Bakterien abgetötet werden!
Um
eingefahrenes aber noch nicht mit Fischen in Kontakt gekommenes Filtermaterial
stets zur Verfügung zu haben gehe ich wie folgt vor:
In
ein eingefahrenes Becken, in dem vorher noch nie Lebewesen waren, hänge ich in
den freien Zwischenraum hinter dem Hamburger Mattenfilter einige Streifen der
blauen Filtermatte. Dort haben die Bakterien dann über längere Zeit die Möglichkeit
sich in den Streifen anzusiedeln. Will ich nun ein neues Becken mit den sehr
wichtigen nitrifizierenden Bakterien animpfen, so benütze ich diese Streifen
indem ich sie aus dem eingefahrenen Becken entnehme und hinter den Filter es
einzufahrenden/anzuimpfenden Beckens klemme.
Wichtig
ist dabei, dass man auch in die neu einzufahrenden Becken täglich etwas
Proteinreiches Futter gibt, damit die Bakterien auch Arbeit/Nahrung haben und
sich entsprechend vermehren können! Würde man das nicht machen, würden sich
zu wenige Bakterien bilden und man hätte bei dem ersten Besatz mit Fischen
evtl. Nitritprobleme! Vor dem Besatz des neuen Beckens mit Fischen, werden die
Streifen wieder entnommen und in das nächste leere bzw. neu einzufahrende
Becken gegeben. Auf diese Weise habe ich nun schon seit Jahren eingefahrenes und
mit nitrifizierenden Bakterien besiedeltes Filtermaterial zur Verfügung, das
jedoch noch nie mit Krankheitskeimen in Berührung gekommen ist, weil es noch
nie in einem Becken mit Aquarienbewohnern insbesondere Fischen in Kontakt war! Diese
Filterstreifen sind mein persönliches Wundermittel für eine perfekte
Wasseraufbereitung!
Zum
schnelleren herstellen eines biologischen Gleichgewichtes im Aquarium, hat sich
die spezielle Verwendung eines Wasseraufbereiters z.B. „BAKTO ACTIVE“ der
Firma Vanya bei mir bestens bewährt. Dosierung: 10 ml auf 30 Liter alle 2Tage
bis zum erreichen eines stabilen Gleichgewichts (Wasserwerte kontrollieren!) im
Aquarium. Es versteht sich von selbst, dass der Wasseraufbereiter sowie die
Bakterienfilterstreifen, erst nach abgeschlossener Behandlung und nach
mehrmaligem Wasserwechsel, sowie nach der Filtermaterialreinigung eingesetzt
werden! Vor dem Neubesatz des Aquariums mit Fischen und auch noch danach ist
vorsichtshalber über ein paar Tage der Nitritgehalt des Wassers mit handelsüblichen
Wassertestern zu prüfen. Erst wenn der Nitritgehalt regelmäßig unter 0,3mg/l
ist, darf man Fische einsetzen ohne Gesundheitsschäden befürchten zu müssen
Die
Fangnetze nicht vergessen und in die Desinfektionsmaßnahmen mit einbeziehen!
Bei mir wird ein Fangnetz nach jeder Benützung in einen leeren Eimer gestellt
und wenn mehrere zusammen kommen mit Sagrotan oder Chloriklar Tabletten
desinfiziert. Anschließend gut mit klarem Wasser ausgespült und zum trocknen
einzeln aufgehängt! Erst dann wird es erneut benützt. Fangnetze sind ein
Infektionsherd, der von vielen Züchtern unterschätzt wird! Schmutzige
Fangnetze, womöglich feucht und lauwarm aufbewahrt, sind eine Brutstätte für
Krankheitskeime und viele seuchenhafte Krankheitsausbrüche in Zuchtanlagen sind
damit zu erklären!
Dies
sind die von mir seit längerer Zeit angewendeten Methoden zur Vorbereitung der
Becken. Es wird keine Haftung für Schäden übernommen, die durch Nachahmung
usw. entstehen. Insbesondere bei Chlorbleiche, FMC, Chloramin-T, Chloriklar,
Wofasteril E 400 und Kaliumpermanganat ist Vorsicht angesagt. Alles ist
apothekenpflichtig, die Gebrauchsanweisung und die Ratschläge des Apothekers
sind genauestens einzuhalten.
Noch
etwas zum eigentlichen Zusammenbringen von fremden Fischen und somit auch mit
vielen anderen Umwelteinflüssen. Man kann es den Guppys etwas noch etwas
leichter machen, wenn man das Wasser anfangs etwas aufsalzt, etwa 4 Gramm Salz
pro Liter. Bei auftretenden Schwierigkeiten wird zusätzlich 1 ml FMC( giftig
apothekenpflichtig, Warnhinweise des Apothekers beachten!) pro 25 Liter Wasser
ins Becken gegeben. In hartnäckigen Fällen erhöhe ich die Salzkonzentration
erst auf 8 evtl. bis etwa 15 Gramm pro Liter. Es dürfen sich dann aber keine
Pflanzen im Becken befinden, denn sie vertragen diese hohe Salzkonzentration
nicht. Wenn es den Fischen sichtlich besser geht, werden sie wieder langsam (bei
jedem Wasserwechsel um die Hälfte!) an geringere Salzkonzentrationen bis aus 0
Salz umgewöhnt. Vorsicht! Auch FMC ist giftig und apothekenpflichtig!
In
letzter Zeit verwende ich bei dem Zusammenbringen fremder Fische Wofasteril E
400 in der bereits weiter zuvor beschriebenen Dosierung. Weil es einfacher in
der Handhabung ist, die Pflanzen in den Becken bleiben können und nach 8
Stunden rückstandslos in Wasser und Sauerstoff zerfällt. Bitte jedoch dringend alle Vorsichtsmaßnahmen zum Umgang mit diesem
Mittel in der Gebrauchsanweisung beachten.
Eigentlich
müsste ich jetzt noch auf verschiedene Krankheiten eingehen und dabei auf einen
Tierarzt verweisen! Was aber in der Praxis meist erfolglos ist. Viele Tierärzte
haben nicht die nötige Erfahrung bei der Behandlung von Zierfischkrankheiten
und müssen erst selbst Bücher zu Rate ziehen. Bis man dann etwas weis, -sind
die Fische meist verendet! Bei schwierigen Sachen ist es jedoch wichtig die
Fische in ein spezielles Fischuntersuchungsinstitut (Adressen bekommt man im
Internet oder vom jeweiligen Amtstierarzt!) einzuschicken, damit man die genaue
Krankheitsursache herausbekommt und dann gezielt behandeln kann.
Ich
möchte hier noch einmal betonen, dass ich persönlich mit diesen Methoden immer
sehr gute Erfolge hatte. Ausfälle wie sie von anderen Züchtern berichtet
werden, kenne ich FAST nie! Wir Tierhalter haben eine Verantwortung für unsere
Pfleglinge! (Nicht nur für teure Hochzuchtguppys!). Jeder sollte also vor der
Anschaffung von neuen Guppys seine Becken bestmöglich vorbereiten. Anmerkung: Krankheitsvorbeugung
ist besser als heilen und heilen hilft nichts, wenn man nicht die optimalen
Lebensbedingungen schafft!
Bitte
beachten:
Jegliche Haftung für Schäden, Unfälle,
Folgeschäden oder Verluste, die beim Umgang mit den hier beschriebenen
chemischen/giftigen Stoffen oder Zubereitungen bzw. bei der praktischen Ausführung
der in diesem Artikel enthaltenen Methoden entstehen, ist ausgeschlossen; ebenso
Schadensersatzforderungen oder Gewährleistungsansprüche. Der Umgang mit den
hier beschriebenen Desinfektionsmitteln ist nicht für Kinder geeignet!
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